Vietnam 2013

In 15 Tagen von Hanoi nach Saigon

 
29November
2013

Startklar ...

Die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen...

  • Flugticket für einen Thai Airways Flug FRA-BKK-HAN und zurück gekauft (flugladen.de).
  • Bahn-Ticket zum Fernbahnhof FRA gebucht (voll das Schnäppchen :-)).
  • Genehmigungsbrief für das "Visa on Arrival" beantragt (landet innerhalb von 3 Tagen im email-Postfach, ausdrucken für FRA- und HAN-airport + 1 Passbilder nicht vergessen)
  • Lonely Planet gekauft.
  • 3 Tage vor der Abreise, eine Zimmeranfrage per email im "Rising Dragon Cathedral Hotel" in Hanoi gestartet (in der 38 Le Trieu Str., sieht auf deren web-site www.risingdragonhotel.com nach einem 4-Sterne-Schuppen aus; wird es aber sicherlich nicht sein ;-) - die kennen sich mit photoshop sicherlich gut aus!).  Das Zimmer soll 28 US$/Nacht kosten, inkl. aller Gebühren & tax, Frühstück und Transfer vom Flughafen zum Hotel - das kann in solchen Ländern ganz angenehm sei  :-).

So, jetzt kann es losgehen ....

 

 

01Dezember
2013

30.11. - 01.12.2013 - Anreise FRA-HAN

Seit 7 Uhr bin ich nun unterwegs. Mit dem Taxi zum Bahnhof, dann per Bahn mit der "obligatorischen" 20-min-Verspätung zum Flughafen Frankfurt. Ankunft um 9:40 Uhr am Fernbahnhof Frankfurt. Beim Aussteigen stehe ich erst einmal vor einer sich nicht öffnenden Tür (die Deutsche Bahn halt :-;). Den dicken Hinweis - außer Betrieb - peile ich nicht so richtig, ist halt noch früh. Ein netter Fahrgast weist mich noch drauf hin, sonst wäre ich wohl bis Pusemuckel weiter gefahren :-)! Also schnell zur anderen Tür und raus in die Kälte!

Der check-in für die "Thai Airways" ist direkt am Bahnhof trotz Hinweisschild nicht möglich (bin wohl noch zu früh :-)), also weiter mit vollem Gepäck zum Terminal 1.

20 min später stehe pünktlich zur Schaltereröffnung am Check-In. Geht ratz-fatz, da nur 10 Leute vor mir stehen :-). Die Dame am Schalter wollte noch mein "Genehmigungsschreiben" der vietnamesischen Botschaft sehen - als ob ich das nötig hätte :-). Ist es aber, wenn man ein "Visa on Arrival" direkt bei der Einreise in Vietnam haben möchte. Den entsprechenden Brief habe ich für 8 € schon im voraus von D aus beantragt - dauert weniger als 3 Tage. So spart man sich den Visa-Antrag per Post, der schon mal dauern kann. Ausserdem sollen die Gesamtkosten für das "Visa on Arrival" etwas günstiger sein - aber ich verfalle in alte süddeutsche Cliches :-).

So, das Gepäck habe ich erst mal los, die eigentliche Reise kann beginnen!

Um 13.40 Uhr beginnt das Boarding; etwas mehr als 500 Menschen wollen in den A380. Sogar der goettliche Beistand fliegt mit.

 

Im großen und ganzen läuft alles ganz gesittet ab. Im Flieger sieht alles noch ziemlich neu aus, nur die Beinfreiheit könnte besser sein. Mit 15 min Verspätung hob der A380 leicht wie eine Feder ab. Der Service an Board ist wie gewohnt... Begrüßungs-Drink, lecker Fisch oder Hühnchen (letzteres war aber leider schon aus,als meine Sitzplatzreihe dran kam :-(), Wein, Bier, Cognac bis zum Abwinken. 2 Stunden vor der Landung gab's noch ein Frühstück.

Nach der pünktlichen Landung in BKK hatte ich sportliche 90 min, um den Anschlussflug nach Hanoi. Vom Gate C durch die Sicherheitskontrolle, die von einer Horde Inder belegt war, zum Gate G. Sollten nur 1000 m sein, mir kam die Strecke wie ein 10 km Lauf vor. Dort angekommen fing auch schon das Boarding an und ab ging es nach Hanoi.

Der knapp 2 stündige Flug verlief unspektakulär. Jedoch hatte die A330 eindeutig mehr Beinfreiheit und die Sitzlehne lies sich mehr neigen, als beim A380. Pünktliche Landung in Hanoi um 9:30 Uhr.

Der Flughafen in Hanoi ist nicht der größte und sieht ziemlich verstaubt und dunkel aus. Am "Visa on Arrival" Schalter bekam ich mein Visum innerhalb von 15 min, trotz einer 20-köpfigen niederländischen Gruppe, an der ich mich mit Erfolg vorbei mogeln konnte. Gleichzeitig wurde ich um 45 US$ ärmer.

Nach 30 min am Gepäckband und Schweisperlen auf der Stirn, kam endlich mein Rucksack. In der Ankunftshalle wartete doch tatsächlich ein Fahrer mit einem auf meinen Namen ausgestellten Schild. Da er kein Wort englisch konnte und ich kein vietnamesisch, verlief die Fahrt lautlos ;-). Da ich jetzt seit etwa 24 Stunden wach bin, ist das auch kein Drama für mich!

Rising Dragon Cathedral Hotel

Nach einer ca. 45 min Fahrt, stehe ich vor meinem Hotel "Rising Dragon Cathedral" in einer engen Gasse. Während die Formalitäten erledigt werden, geniese ich meinen Begrüßungstee, den Pass bekomme ich nach 5 min wieder zurück, was hier nicht immer üblich ist. Obendrauf gibt's noch ein kostenfreies upgrade für die Honey-Moon-Suite (Zi 401). Sensationell, ein riesiges Zimmer mit Bad und einem Balkon mit schönem Ausblick auf die Kathedrale. Den im web versprochenen PC gibt es leider nicht auf dem Zimmer, jedoch stehen 2 Rechner in der Lobby herum - wenn sie denn funktionieren ;-).

 

 

01Dezember
2013

01.12.2013 - Hanoi: Tag 1 - Erste Gehversuche im "Old Quarter"

Frischmachen und zu Fuß ab ins Getümmel - gesessen bin ich ja lange genug. Strassenlärm inkl. dem Gehupe ist hier allgegewärtig. Das Old Quarter ist echt ein Anschlag auf den Sehnerv. Was da alles auf engstem Raum angeboten wird ist unglaublich.

Hanoi

In einer Strasse gab es z.B. fast nur Weihnachtsdeko in Massen. Nach ca. 2 Stunden ist Schluss mit lustig und ich latsche zum Hoan Kiem Lake mitten in der Stadt. Dort befindet sich auf einer Mini-Insel ein unspektakulärer Tempel. Die Atmosphäre ist aber dafür sehr entspannt - erst mal relaxen.

Am Ausgang des Tempels nehmen mich vietnamesische Studenten ins Visier und wollen ihr Englisch aufbessern. Zum Schluss gibt es noch Fotos und ich muss meine Unterschrift auf einem kleinen Notizblock hinterlassen - Hoffentlich habe ich da kein Abo unterschrieben :-).

Am Seeufer lässt es sich aushalten; ist nich ganz so lärmig. Doch da kommt schon der nächste Vietnamese, dieses mal einer vom arbeitenden Volk - auch möchte sein Englisch aufpolieren. Was soll ich sagen aller guten Dinge sind halt drei, nachdem sich der zweite verabschiedet hat, kam die dritte Truppe - Studenten! Gleiches Thema - englische Sprache verbessern.

Alle waren ganz nett, höfflich und keine Spur aufdringlich und msn konnte auch ein paar Infos über Vietnam direkt von der Quelle erfahren. So vergingen die Stunden wie im Flug.

Ich bin jetzt an die 30 Stunden auf den Beinen, Müdigkeit macht sich breits. Auf dem Weg zurück zum Hotel schaue noch kurz auf dem Nachtmarkt vorbei. Dort gibt es praktisch alles inkl. Essbuden. Ein Mini-Grill bietet Fleischspieße für 10.000 VD an (30 cent) - lecker!! Zum Nachtisch gibt es noch Ananas mit Mangospalten auf die Hand.

So, jetzt aber schnell ins Bett, morgen ist auch noch ein Tag.

 

 


02Dezember
2013

02.12.2013 - Hanoi: Tag 2

Eine schöne Aussicht auf eine Kathedrale kann ja ganz nett sein, aber das Glockengeläute am frühen Morgen muss auch nicht sein. Also dann mal raus aus den Federn.

Nach dem Frühstück im Rising Dragon (nicht der Brüller ;-), Pfannkuchen, ein bischen Obst, Tee - aber ich bin zufrieden!), ging es zum nächsten Geldautomaten, wo ich dann zum Millionär wurde - 1.500.000 VD. Die wurde ich aber beim Zugticket-Kauf schnell wieder los - zumindest ging fast die erste Millon drauf.

Sei's drum, jetzt erst einmal sight-seeing. Auf dem Programm steht der Tempel of Literature. Schöne Oase der Ruhe mitten in der lauten Stadt, ansonsten aber nichts spektakuläres - das bietet ja schon die Stadt :-). Trotzdem habe ich mich dort mehr als 1,5 Stunden aufgehalten. Es gab viel im Tempel-Bezirk zu sehen.

Hanoi: Temple of Literature

Eine Horte von Studenten, die wohl ihren Abschluss feierten und sich in ihren Uniformen unzählige Male ablichten liesen. Nicht zu vergessen, die unzähligen Brautpaare in ziemlich kitschigen Outfits inkl. Fotograph, die man hier (und auch am Hoan Kiem Lake) herumstreunen sieht.

Weiter geht es zum Ho Chi Minh Komplex. Die "P Nguyen Thai Hoc", eine dicke Straße, verhindert erst mal ein Weiterkommen. Die Straße ist so stark befahren, dass ich keine Chance sehr, sie unbeschadet zu überqueren. Ich versuche es an verschiedenen Stellen, gehe ein paar 100 m hin und her, doch über all das gleiche. Neben mir steht plötzlich eine Frau mit ihrem mobilen Marktstand auf (Fahr)Rädern. Ohne nach rechts oder links zu schauen, fängt sie an die Straße mit steter Geschwindigkeit zu überqueren. Die Motorräder fahren frontal auf sie zu und machen erst unmittelbar vor ihr einen Haken. Sie kommt unbeschadet auf der anderen Seite an. Das macht Mut. Ein paar Minuten später gesellt sich ein Vietnamese neben mich, ohne mich zu beachten. Offensichtlich will er auch auf die andere Straßenseite. Das ist meine Chance. Als er losläuft, hefte ich mich an seine Ferse. Es geht mit gleichbleibendem Schritt in Richtung andere Straßenseite. Alle Verkehrsteilnehmer - hauptsächlich Motorräder - fahren um uns herum. Der Blutdruck steigt ... jepp, geschafft - da muss ich noch dran arbeiten :-).

Danach geht es auf breiten Alleen an Botschaftsgebäuden, u.a. auch die Deutsche, weiter zum Ho Chi Minh Komplex. Ziemlich viel Beton für ein Museum und Mausoleum - auch in Anbetracht, dass Ho Chi Minh's letzter Wunsch nicht das zur Schau stellen seiner einbalsamierten Leiche war, sondern das verstreuen seiner Asche auf dem Lande. Ich habe mir diesen "Spaß" nicht angetan. Der umliegende Park mit der One-Pillar-Pagoda ist aber ganz schön. Die Pagode ist ein Mini-Tempel, mit einer Menge Touristen herum. Ich gönne mir hier eine halbe Ananas am Stiel + Bananen - einfach lecker.

So, genug zu Fuß unterwegs. Die Strecke zurück zum Hotel geht es mit einer Fahrrad-Rikscha, die hier zunehmenden aussterben. Nach harten Verhandlungen, die bei 100.000 anfingen und bei 30.000 VND zu einem Ende kamen, ging es los. Die Fahrt ist atemberaubend, wenn man sich bei diesem dichten Verkehr auf Augenhöhe der anderen Verkehrteilnehmer befindet - aber ich bin heil am Hotel angekommen :-). Beim Bezahlen behaarte er auf 70.000 VND - da ich es dummerweise nicht passend hatte, bekam er 40.000 VND, natürlich mit einigem Geschimpfe.

Abendessen gibt's heute gleich um die Ecke vom "Rising Dragon" in der Au Trieu Street im "Marilyn". Man kann hier sehr schön bei einem kühlen "Hanoi Bier" auf einem kleinen Balkon im 1. OG sitzen und das Treiben auf der Straße beobachten. Bezahlt wird im EG, wo sich eine dazugehörige Boutique befindet. Ich habe mir ein "Chicken Curry" gegönnt - es war lecker, aber es gibt bessere.

Zum Abschluss des Tages gibt es noch ein Bierchen auf meinem Balkon.

 

 


03Dezember
2013

03.12.2013 - Hanoi: Tag 3

Das Glocken-Gebimmel weckt mich wieder - das ist weiß Gott nichts für Honey-Moonler :-).

Zum Frühstück wähle ich heute mal Rührei und "French Toast", was sich als in Sirup ausgebackener Toast entpuppt. Nicht schlecht ;-).

Heute geht es "lose", ohne große Zielvorgaben, durch die Stadt. Erster zufälliger Stopp ist ein Café direkt am südlichen Teil des Hoan Kiem Lake. Ziemlich lauschiges Plätzchen mit leckerem "Pinneapple Juice". Danach geht's weiter in Richtung French Quarter,dort ist alles etwas "luftiger" bebaut. Ausserdem findet man da auch die Oper, die für ihr Alter noch viel hermacht - wahrscheinlich eines der am besten, erhaltenen Gebäude hier. Weiter geht es in Richtung "Old Quarter", vielleicht finde ich dort passende Schuhe. Jedoch Fehlanzeige! Letztendlich komme ich am "Martyrs' Monument" heraus. Dort gibt's ein nettes Café/Restaurant mitten auf einer riesigen Verkehrsinsel. Der gebratene Reis ist jetzt nicht der Brüller, aber geniesbar. Dafür kann man aber super das Treiben auf der Straße beobachten.

 

Beim Schlender durch die Altstadt stoße ich per Zufall auf den "Bach Me Temple", wohl einer der ältesten Tempel hier in der Stadt. Von außen sieht er eher unscheinbar aus, im Innern ist er wieder ein Ort der Ruhe. Auf den verschiedenen Altaren beten und spenden viele Asiaten - auch Heineken Bier gehört dazu ;-).

Ein anderer herausragender Aussichtspunkt ist ein 5-stöckiges Gebäude mit seinen auf allen Etagen verteilten Cafes/Restaurants. Das Cafe im 4. Stock ist genial. Auf dem riesigen Balkon hat man eine super Aussicht auf das Straßengeschehen der Stadt. Bier bestellen und Sonnenuntergang bei "lärmendem" Straßenverkehr geniesen ;-).

Zum Abschluss geht's nochmals in "Marilyn", um die traditionelle Nudelsuppe mit Rindfleisch zu geniesen. Die wurde mir auch von den Studenten am "Hoan Kiem Lake" heiß empfohlen. Auf vietamesisch wird das 'Pho' genannt, spricht sich "phaaaa" oder so ähnlich :-). Schmeck aber lecker. Ich bin auch froh, dass zu den Stäbchen auch ein Löffel serviert wird, das macht die Sache für den Ungeübten einfacher ;-)!                                            

 

 

  

04Dezember
2013

04.12.2013 - Per Zug von Hanoi nach Ninh Binh

Punkt 7 Uhr klingelt das Telefon. Mein Weckanruf von der Rezeption hat geklappt, war aber unnötig, da mich der Glockenturm um 5 Uhr aus dem Schlaf gerissen hat. Es bimmelte aber nicht nur 5x für die Stunden, nee, der Klöppel schlug unzählige Male an verschiedene Glocken. So, jetzt ist das gesamte Viertel wach - wahrscheinlich soll das so sein ;-).

Beim Fruhstück wurde ich heute verwöhnt. Ich bestellte mir ein Omlette mit Speck und ein Bananen-Toast  in Sirup. Obst und Tee dazu; perfekt!

Nach dem Bezahlen der Unterkunft, ging es mit dem Taxi  - bestellt vom Hotel - für 40.000 VND zum Bahnhof. Mein Zug SE5 war schon da, Wagon 6 (hier Coach genannt) stand direkt vor mir, als ich auf den Bahnsteig trat.

Einsteigen, Platz 31 suchen, finden und Platz nehmen. Punkt 9 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung, in meinem Wagen bin ich der einzige Westler, ansonsten nur Asiaten. Mit einem älteren Vietnamese komme ich kurz ins Gespräch, der in Stuttgart ein vietnamesisches Restaurant hat.

Die Fahrt verlief ansonsten nicht sonderlich aufregend, außer der Essensausgabe an die Passagiere und einem Zwischenstopp. Der Zug  kommt super pünktlich um 11:20 Uhr in Ninh Binh an (120 km in 2 h 20 min an - kein schlechter Schnitt). Am Bahnsteig steuere ich einen Vietnamesen mit einem Schild Ngoc Anh Hotel an. Genau da wollte ich auch hin. Die deutschen Namen auf dem Schild interessieren mich erst mal nicht. Ich drehe mich doch vorsichtshalber um, und da kommen doch tatsächlich 3 Westler aus dem Zug - wohl die einzigen!

Nach einem kurzen Gespräch steigen wir zu viert in den Wagen des Schildträgers - dem ist eh alles egal! Im Wagen stellt sich heraus, das der Einzelreisende und das Pärchen aus Deutschland stammen - die Welt ist klein....

Mit Martin, der für 3 Monate durch Asien reisen möchte, teile ich mir ein Zimmer für 25 US$. Das Zimmer ist kleiner als das letzte, aber sehr sauber, fast schon klinisch steril! Auf dem Schreibtisch steht sogar ein PC, jedoch funktionert das Inet nicht - nur über WLAN. In der Lobby kann man aber kostenfrei den PC und das inet nutzen.


Hier wird ausserdem der Pass einbehalten - in einem dicken Tresor ;-).

 

 


04Dezember
2013

04.12.2013 - Ninh Binh: Tag 1

Nach einem kurzen Lunch direkt an der Haupkreuzung zum Highway No. 1, entscheiden wir uns für eine Tour nach Tam Coc auf dem Rücksitz eines Motorrads - etwas mulmig ist mir schon dabei - stellt sich aber als unbegründet heraus! Mein Fahrer fährt sehr umsichtig und nicht schneller als 35 km/h.

Die Fahrt geht erst über Schleichwege nach Tam Coc, wo wir auf ein Ruderboot umsteigen, um die schöne Natur mit ihren Kalkfelsen zu geniesen. Trotz vieler Boote herrscht Ruhe, man hört nur das Plätschern der Paddel. Ab und zu gibt es eine schmale Durchfahrt durch Felshöhlen - einfach super entspannend, kein Vergleich zu Hanoi ;-).

Etwas lästig können die Verkaufsboote werden, die kalte Getränke und Snacks anbieten. Später versuchen es noch die eigenen zwei Ruderfrauen mit Kunsthandwerk und zum Schluss versuchen Sie noch einen "tip" zu bekommen. Einfach beherzt nein sagen und sich nicht die Tour versauen lassen - so ist das halt hier ;-).

Kurz vor Ende der Fahrt, holen uns unsere Motos am Ufer ab und wir spazieren zu einem Tempel ohne Namen. Danach geht es mit dem Motorrad zur Bich Dong Pagoda, mehreren sich in Felsvorsprüngen befindenden Tempeln.

Zu guter Letzt, geht es zur Mua Cave; einem Aussichtspunkt mit 480 Stufen, um die Aussicht und den Sonnenuntergang zu geniesen. Von dort hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die mit Wasser durchzogenen Felsen.


Kurz vor Dunkelheit kommen wir von diesem 4 stündige, Trip zurück. Das ganze für 12 US$ - immer wieder.

Nach einem Bierchen mit "Chicken Fried Rice" ist Schluss für heute.

 

 

 

05Dezember
2013

05.12.2013 - Ninh Binh: Tag 2

Ordentlich geschlafen, auch wenn alles hier etwas hellhörig ist. Nach dem Frühstück (Spiegelei, "Luft"baguette, Butter und Tee - wird nicht lange anhalten) wollen wir nochmals eine Motorradtour in die nähere Umgebung machen. Unsere "Reiseleitung" vom Hotel empfiehlt uns "Trang An" (spricht sich dschang aan) und diverse Tempel in der Nähe für nachverhandelte 14 US$ pro bike. Um 10:45 Uhr geht es los.

Zuerst nach Trang An (100.00 VND pro Person). Dort ist nichts los, so dass wir auf weitere Gäste warten müssen, damit das Boot voll ist (max 4 Personen). Nach ca. 15 min kommt eine 5 köpfige Gruppe vietnamesischer Urlauber. Einen nehmen wir noch auf und es kann losgehen. Die Landschaft ist ähnlich derer in "Tam Coc", jedoch gibt es Stopps an mehreren Tempeln und es gibt viel mehr Grotten/Höhlen (und länger), die durchfahren werden.

Die gesamte Fahrt dauert ca. 2 Stunden und ist sehr abwechslungsreich. Hier gibt es auch keine lästigen Verkaufsangebote von anderen Ruderbooten oder gar der eigenen Ruderin. Alles verläuft sehr entspannt.

Danach geht es auf einen kurzen lunch - ist nicht der Rede wert - also gleich weiter zur Chua Bai Dinh, einem bombastisch großen Buddhistischen Komplex. Die 13 stöckige Pagode ist noch in Bau und die Fertigstellung wird wohl noch etwas dauern ;-). Auf dem Gipfel gibt es noch eine große, dickliche Buddha-Statue mit Aussichtsplatform.

In dem neu erbauten Tempel, der sich links vom “dicklichen Buddha” befindet stehen riesige,goldbemalte Buddha-Statuen - da wurde aber ordentlich Geld liegen gelassen - ziemlich beeindruckend das ganz.


Mit dem Motorrad geht es weiter nach Hoa Lu, einer ehemaligen Hauptstadt von Vietnam vor über 2000 Jahren. Viel ist davon leider nicht übrig geblieben, ausser 2 Tempel, die durch ihr Alter, was man ihnen auch ansieht, Charm versprühen.

Mittlerweile ist es schon kurz vor 17 Uhr und es geht wieder zurück ins Hotel, die letzte Pagode Ban Lang ersparen wir uns – genug Tempel angeschaut.

Im Hotel angekommen, erst mal Duschen und fertig machen für den Nachtzug nach Hue. Um 21 Uhr fährt uns der Hotelfahrer kostenfrei zum Bahnhof – das deutsche Pärchen ist auch dabei, fahren aber bis Danag weiter. Meine Reisebegleitung bleibt noch 1 - 2 Nächte in Ninh Binh, so dass ich jetzt wieder alleine Reise.

 

 


06Dezember
2013

06.12.2013 - Nachtzug von Ninh Binh nach Hue

Der Zug SE19 wird im Warteraum des Bahnhofs, wo wir alle sitzen, angkündigt. Am Zugang zum Bahnsteig wird nochmals die Fahrkarte von "Offiziellen" kontrolliert. Der Zug fährt mit 2 min Verspätung um 21:49 Uhr ein (da kann sich die DB mal gerne 'ne Scheibe abschneiden). Coach 6 ist schnell gefunden, Bett 20 auch. Die Schiebetür zum 4er Abteil ist jedoch verschlossen, eine 3er Gruppe von Amis macht verschlafen auf. Mir wird kurz gezeigt, wie ich in mein Bett steigen kann (level 2 heißt oberes Bett) und Ruhe ist im Schacht. Mein Rucksack verstaue ich noch unterm Bett des Amis. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich vor lauter Geruckel, Geschunkel und Gepfeife kaum geschlafen habe. Aber dennoch schaue ich erst um 5 Uhr das erste Mal ziemlich

ausgeruht auf die Uhr. Mein Schlaf war gut, aber wahrscheinlich nicht tief.

Mit 30 min Verspätung fährt der Zug in Hue ein. Am Ausgang des Bahnsteigs steht nochmals eine "Offizielle" und möchte das Ticket sehen - auch mal 'ne Maßnahme, um Schwarzfahrer zu erwischen, also Ticket immer gut verwahren!

Ich versuche noch mich den 3 Amis anzuschliesen, jedoch sind die mit Gepäck gesegnet, so dass ihr Pick-up vom Hotel kein Platz mehr für mich haben würde.

Ich schnappe mir ein Motorbike-Fahrer, der mich nach heftigem Verhandeln für 25.000 VND (anfänglich 50.000 VND) zum "Huenino Hotel" bringt. Als ich bezahle, ist er natürlich wieder heftigst am Motzen - ignorieren!

Das "Huenino Hotel" liegt schön ruhig in einer Seitenstraße, Autos kommen da nicht durch! Es ist an der Hauptstraße auch nicht ausgeschildert. Einfach dem Schild des "Holiday Diamont" folgen, kurz dahinter kommt dann das "Huenino".

Dort angekommen, müssen erst mal die Schuhe ausgezogen werden - die müssen draußen bleiben. Die Zimmerpreise variieren zwischen 14 - 30 US$, je nach Größe. Ich schlage zu und nehme das 25 US$-Zimmer (525.000 VND, Zi 205) inkl. Frühstück und aller "Gebühren".

 

 


06Dezember
2013

06.12.2013 - Hue: Tag 1

Nach dem check-in, gibt es erst mal ein Frühstück auf Kosten des Hauses - Tee, Obst, Toast mit selbst-gemachter Marmelade, einer kleinen Portion 'fried rice' und einer Suppe - was will man mehr! Die kleine Lobby, in der auch gefrühstückt wird, ist sehr entspannend. Dort stehen auch 2 desktop PCs und 2 labtops für die Gäste bereit.

Nachdem ich meinen Pass wieder bekommen habe, kurz frisch machen und ab in die Stadt.

Die Haupattraktion ist die riesige Zitadelle, die von mehreren Mauern eingegrenzend ist. Die Franzosen und die Amis haben aber in den letzten 60 - 70 Jahren ganze Arbeit geleistet.

Viel ist zerstört, viel wird gerade aufgebaut und sehr viel muss noch aufgebaut werden. Mich haut es nicht so sehr vom Hocker, aber vielleicht liegt es auch am Wetter - es ist ziemlich bewölkt! Nach 1 Stunde ist Schluss für mich.

Ich schaue mir noch den Dong Da Market an. Dort gibt es vom T-Shirt bis zum halben Schwein fast alles.

Am späten Nachmittag kehre ich zum Hotel zurück. Ich werde an der Tür mit Vornamen begrüßt und mir wird ein Kaffee + kleiner Kuchen angeboten. Super Service und super lecker!

Zu Essen gibt es heute in Blätter gewickelter Tintenfisch mit einer leckeren Paste drauf und frische Frühlingsrollen mit Schrimps, Pork und Vegies, also nicht fritiert (der Schuppen heist "Sunlight"). Dazu gibt's "Hunda Beer" 2 zum Preis von 1! Da muss man doch zuschlagen :-).

Alles bleibt drin, trotz frischer Frühlingsrollen mit Rohkost .... puuh!

 

 


07Dezember
2013

07.12.2013 - Hue: Tag 2

Super geschlafen, lecker gefrühstückt - so bald was aufgegessen war, wurde auf Wunsch nachgelegt!

Mein vom Hotel bestellter Motorrad-Fahrer  ist pünktlich um 10 Uhr für die halbtages Tour da. Die Maschine schaut etwas schwerer aus, als die in Ninh Binh, hat wohl auch etwas mehr power.

Es soll zu den Gräbern ehemaliger Herrscher gehen, die alle im Umkreis von ca. 15 km zu finden sind. Sportliche leihen sich ein Fahrrad (ohne Gangschaltung) für die Tour, dafür bin ich aber zu faul und bezahle sportliche 15 US$. Zuerst geht es zum Khai Dinh Tomb, der etwas im Berg liegt.

Eintritt von 80.000 VND bezahlt und es geht ein "paar" Stufen hoch. Die Anlage ist noch sehr gut erhalten und beeindruckt mich trotz des schwarzen "Gesteins". Bei klarem Wetter hätte man auch sicherlich eine schöne Aussicht - aber das ist in Hue manchmal schwierig, da es knapp an der Klimascheide liegt.

Nach ca. 1 Stunde geht es weiter zur nächsten Grab-Anlage Minh Mang Tomb, die etwas älter als die letzte ist (auch hier wieder ein Eintritt von 80.000 VND). Das riesige Areal, das in einem kleinen Wald liegt, ist von einer dicken Mauer umgeben.

Das eigentliche Grab und die dazugehörigen Tempel sind von einem See umgeben. Alles ist ziemlich atmosphärisch! Sehenswert und noch gut erhalten.

Bei der letzten Anlage Tu Duc Tomb nähern wir uns wieder Hue über sehr schmale Straßen und Pisten, vorbei an kleinen Dörfern und Reisfeldern. Es ist die älteste Grabanlage von allen dreien und ist auch am stärksten verfallen - da muss noch ein wenig Hand angelegt werden :-). Auch diese riesige Anlage liegt in einem Wald und ist von einer Mauer und einem See umgeben.

Zum Schluss stehen noch zwei Pagoden auf dem Programm. Die erste ist die Tu Hieu Pagoda, etwas abseits vom Trubel - klein aber fein gelegen.

Die letzte Pagode Thien Mu Pagoda liegt ganz in der Nähe von Hue. Dies scheint wieder ein Besuchermagnet zu sein. Ein Bootsanleger spuckt in regelmässigen Abständen neue Besucher aus.

Ich gönne mir erst mal eine "Stange" Mini-Bananen für 10.000 VND an einem der Verkaufsstände, die man vor fast jeder Sehenswürdigkeit findet.

Im Tempelbereich, die für mich so langsam alle "gleich" ausschauen ;-), treffe ich noch ein Pärchen aus meinem Hotel, die eine ähnliche Tour machen wie ich. Kurzer small talk über das bisher erlebte und weiter geht es.

Mein Fahrer wartet geduldig und ist sicherlich froh, dass ich endlich komme ;-). Mit forschem Tempo kommen wir nach ca. 4.5 Stunden im "Huenino Hotel" wieder an. Das ganze war eine schöne und abwechslungsreiche Tour für 15 US$ - sicherlich nich very budget. Neben den Grabanlagen waren die abgelegenen Straßen sicherlich ein highlight, die ich bei einer alleinigen Tour mit einem Fahrrad oder Motorrad sicherlich niemals gefunden hätte. Ich habe es nicht bereut und die Scheu als Beifahrer auf dem Rücksitz eines Motorrads mitzufahren, ist Geschichte.

Im "Huenino Hotel" gibt es wieder selbstgebackene "Muffins" und Kaffee.

Auf dem Weg zum Abendessen werde ich an einem ATM mal wieder "Millionär" - hält aber nicht lange an ;-). Kurz danach "springt" mich doch glatt ein Hund an und schnappt nach mir, als das Tor einer Hofeinfahrt auf ging. Ich und wahrscheinlich der Besitzer des Hundes, der gerade mit einem Motorrad herausfahren wollte, schrien das Vieh an. Zum Glück haute der Köter sofort ab! Nach dem Schreck geht es ins "Sunlight" auf ein Hunda Bier und "Cicken Fried Rice" - lecker!

Als Abschluss gönne ich mir noch den Nightmarket am Flussufer - schön, aber etwas enttäuschend für mich (vielleicht habe ich davon schon zu viele gesehen ;-)).

 

 


08Dezember
2013

08.12.2013 - Busfahrt von Hue nach Hoi An

Heute geht es per Bus weiter nach Hoi An. Das Ticket habe ich für 5 US$ im "Huenino" gekauft. Ein eigentliches Ticket gab es jedoch nicht, die Fahrt wurde nur auf meiner Zimmerrechnung festgehalten - wenn das mal gut geht ;-).

Mein Weckanruf um 6:30 Uhr klappt tadellos. Frühstücken, packen! Um 8 Uhr werde ich von meinem Shuttle-Bus abgeholt. Der sammelt noch ein paar Gäste ein und fährt uns dann zum eigentlichen Abfahrtsort des Buses, einem privaten booking office für alle möglichen Touren in Vietnam. Dort erfahren wir, dass sich der Bus um 1 Stunde verspätet. Also erst mal warten bei einem Glas Tee und Techno-Mucke ...

Nach 1 Stunde tut sich immer noch nichts, mehrmaliges Hinhalten folgt (Bus defekt, Bus wurde von Polizei angehalten, .... blabla). Um 11:50  Uhr geht es endlich los. Der Bus hat echt schon bessere Zeiten gesehen, an manchen Sitzen lassen sich die Lehnen nicht arretieren oder sind sogar abgebrochen. Ausserdem befindet sich der Bus in einem ziemlich verranzten Zustand - und es handelt sich eigentlich um einen Nachtbus, bei dem man die Rückenlehne fast horizontal neigen kann. Viel Beinfreiheit hat man da nicht. Nachdem wir den Tunnel des Wolkenpasses passiert haben, kommt die Sonne zum vorschein - in Hue hsbe ich die sehr vermisst ;-).

Um 14:30 Uhr stoppte der Bus ohne Zwischenfälle vor einem privaten booking office in Hoi An, Da wir nicht über den Wolkenpass gefahren sind (sondern durch den Tunnel) schaffte der Bus die Fahrt in knapp 3 Stunden - und das für 5US$ (da wollen wir mal nicht meckern).

Mit einem Moto geht es für wieder hart verhandelte 20,000 VND zum “Hai Au Hotel”, die mich schon erwartet haben. Die wollten mich eigentlich abholen, jedoch warteten die vergebens am falschen Busbahnhof und zur falschen Zeit. Dort erfahre ich auch, dass meine Busgesellschaft, die "Cuc Tung Company”, auch die schlechteste ist – also nicht zu empfehlen.

Im Hai Au Hotel sind alle sehr freundlich und nett, das Zimmer mit kleinem Balkon (für 25 US$, 525.000 VND, Zi 308) ist schön, ausserdem gibt einen Teller Obst und Wasser gratis dazu. Auf dem Zimmer ist sogar ein PC mit funktionierendem Internet. Alles prima also :-). Denn Pass bekomme ich auf Wunsch zurück. Auch sie versuchen verzweifelt meinen Namen auszusprechen - auch hier bleibt es bei einem "wauka"! Bei jedem Ein- und Ausgehen werde ich ab sfort mit "hi wauka, how are you" begrüßt oder "wauka, have a nice day" verabschiedet!

 

 

 

08Dezember
2013

08.12.2013 - Hoi An: Tag 1

Nach der Stärkung auf dem Balkon geht es in die Altstadt, die ausgesprochen gemütlich ist. Viele Kolonialbaute, die aber schon besserer Zeiten gesehen haben und viele Geschäfte zum shoppen. Alles hat sehr viel Charme. Es gibt sogar ein paar “Fussgängerzonen”. Nicht schlecht für Vietnam.

Für 120.000 VND hole ich mir ein Stadtticket (gültig für 3 Tage), mit dem man bis zu 5 verschiedene Sehenswürdigkeiten (auch von innen) anschauen kann.

In den letzten 500 Jahren war Hoi eine boomende Handelsstadt verschiedener Nationen wie Japan, China, Indien oder die Niederlande. Viele haben sich hier niedergelassen und ihre eigenen Viertel gegründet. Viele Handelshäusern und Tempeln sind gut erhalten und können heute noch besichtigt werden. Deie letzten Kriege sind hier spurlos vorüber gegangen. Nicht umsonst ist es heute Weltkulturerbe.

Auf dem Markt und an Strassen gibt es viele frisch zubereitete Leckereien zu kaufen, wie z.B. Donuts, Bananen in Teig ausgebacken, usw.. Hungrig verlässt man diesen Ort nicht.

Am Ufer des Flusses kann man den Tag mit einem frischen Bier ausklingen lassen. Bei Dunkelheit verkaufen ältere Frauen am Ufer Lampions, die man ins Wasser lassen kann - entweder direkt am Ufer oder man fährt mit einer kleinen Nussschale etwas raus.

Nach dem Abendessen entdeckt mich doch glatt das Pärchen, dass ich in Ninh Binh kennen gelernt habe. Die Welt ist doch klein ;-).

Nach einem kurzen Plausch geht es weiter auf den Markt - shopping!

Auf dem Weg zurück, sitzt doch tatsächlich das Pärchen aus Belgien, welches in Hue getroffen habe, direkt am Flussufer .... na soviele Zufälle gibt es doch gar nicht an einem Abend ;-). Wir sitzen noch kurz auf ein Bierchen zusammen, quatschen über das erlebte, dann mache ich mich auf den Weg zum Hotel ... Zeit für's Bett.

 

09Dezember
2013

09.12.2013 - Hoi An: Tag 2

Gut geschlafen und lecker gefrühsrückt. Das "Hai Au Hotel" bietet ein super Buffet mit westlichen und vietnamesischen Essen. Das Ei, in welcher Form auch immer, wird auf Wunsch frisch zubereitet. Tee, Kaffee, frisch gepressten Saft und Früchte nicht zu vergessen. Es ist einfach sensationell - das beste Frühstück bis jetzt!

Gut gestärkt miete ich mir ein Rad für 1 US$/Tag. Eine Karte gibt es dazu - mal schaun, wie genau die ist ;-). Nach ein paar 100 m biege ich von der "Hauptsrasse" (die direkt zum Meer führt) rechrs ab - ein wirklich kleines Strässchen, aber wird schon stimmen. Es geht durch das Flussdelta, an Kokosnusspalmen und Fähranlegern vorbei. Alles nichts spektakuläres, aber schön ruhig, da es so gut wie keinen Verkehr gibt.

Nach mehreren Schlenkern und Sackgassen - die Karte scheint wohl doch nicht so genau zu sein - lande ich nach ca. 1 Stunde wieder auf der "Hauptstrasse", wie kann ich nach der Karte nicht nachvollziehen. Am Strand Cua Dai ist man jetzt schnell. Ein paar Vietnamesen stehen direkt am Strandzugang und wedeln eifrig mit ihren Händen - parking lot, parking lot! Hääähhh, Parkgebühren für's Fahrrad? Tatsächlich, die wollen 5.000 VND haben. Ich überlege es mir anders und fahre mal weiter. Bei der nächsten Gelegenheit biege ich ab, in Richtung mehr. Da gibt's auch zwei "Restaurants", die wieder um meine Gunst wetteifern. Spontan entscheide ich mich für eines und bestelle mir einen "Pinnacle Juice" - ach ja, parken ist hier umsonst ;-).

Der Strand liegt ganz schön mit riesigen Palmen. Ein paar fest installierte Schirme mit Liegen kann man auch mieten. Das dahinter liegende "Restaurant" versorgt einem mit allem Nötigen.

Die Brandung ist ziemlich stark, trotzdem stecke ich meinen großen Zeh in das warme Südchinesische Meer. Ruhiger soll es erst ab März werden, dann fängt auch die Hauptsaison bis Ende Juli an.

Hier kann man es gut im Schatten der Palmen aushalten. Ab und zu kommt ein Trupp chinesischer und japanischer Touristen vorbei und liesen sich mit seltsamen Verrenkungen ablichten ;-).

Nach einer Stärkung mit einem am Strassenrand frisch zubereiteten "Donut" - nur die Form entspricht dem, was wir unter einem Donut kennen - weiter in Richtung "An Bang Beach". Auch hier das gleiche wegen den Parkgebühren. Ein paar direkte Zugänge gibt es zwar ein paar 100 m weiter, aber da sieht es etwas trostlos aus. Auch am Hauptzugang sieht es nicht sonderlich einladend aus. Kurz erfrischt mit einer Pepsi (am Restaurant keine Parkgebühren ;-)), geht es wieder zurück über die leider schon abgeernteten Reisfelder. Die Karte lässt mich jetzt komplett im Stich, ich fahre nur noch der Nasse nach. Links taucht auf einmal ein netter Tempel auf, doch genugTempel gesehen ;-). Irgendwie schaffe ich es dann zurück zum Hotel - keine Ahnung wie.

Zum Sonnenuntergang am Fluß gibt's ein lecker "local beer" und "Cau Lau", wohl eine Spezialität hier in "Hoi An". Alles ist prima :-).

Als Nachtisch gibt es noch einen in Fett ausgebratenen "Bananen-Kokos-Teig-ich-weiß-nicht-was". Ziemlich crispy! So, nach meiner sportlichen Aktivität muss ich heute früh ins Bett.

10Dezember
2013

10.12.2013 - Hoi An: Tag 3

Gefrühstückt wie ein König. Heute ist mein letzter Tag in Hoi An. Um 18 Uhr soll mich mein Shuttle-Bus zum Nachtbus nach Mui Ne abholen.

Am Morgen schlendere ich nochmals in die Stadt und schaue mir die ehemaligen Handelshäuser an. Um kurz vor 12 Uhr muss auschecken und bezahlen - davor wurde ich an einem ATM mal wieder Multmillionär!

Mein Gepäck kann ich im Hotel lassen und nachher noch duschen.

Nach dem Bezahlen geht es nochmal ins Städchen - herumschlendern, den Markt genauer anschauen, ..... Ich bleibe in einem "Restaurant" hängen und geniese bei einem frischen "Pinnapple Juice" vom Balkon im ersten Stock die Aussicht auf den Fluß und die Stadt.

Da taucht doch glatt "Johnny Depp" auf ;-) und setzt sich zwei Stühle weiter neben mich hin. Der spricht aber französisch - vielleicht doch ein Doppelgänger? Auf jeden Fall quarzt der wie ein Schlot :-).

Nach einem leckeren "Cao Lao" geht's langsam zum Hotel. Im Magen rumort es, jetzt aber hurtig nach Hause. An der Rezeption werde ich schon erwartet; die Dusche - leider nur kalt - wartet auf mich. Das leckere "Cao Lao" verabschiedet sich auch :-(.

Nach dem Duschen gönne ich mir vorsichtshalber gekochten Reis und 'ne Cola, nur um zu schauen, ob alles drin bleibt ... und das tut es auch.

10Dezember
2013

10.12.2013 - Per Nachtbus von Hoi An nach Mui Ne

Um kurz nach 18 Uhr kommt mein Shuttle-Bus. Die Damen an der Rezeption verabschieden sich mit "wauka, have a nice trip" - ach, wie werde ich das vermissen ;-).

Im Mini-Bus sitzen schon zwei "Aussies". Nachdem noch ein paar andere Hotels abgeklappert wurden, geht es mit dem vollen Bus zum "Sinh Tourist Office" und jeder bekommt ein "boarding pass" mit Sitznummer + Wasserflasche und Erfrischungstuch. Der Shuttle bringt uns dann zum eigentlichen Bushof, der aber wie ausgestorben wirkt. Kurz vor 19 Uhr kommt der Nachtbus - wirkt ganz schick. Die Sitze können fast waagrecht geneigt werden. Ganz ausstrecken kann ich mich aber nicht :-(. Nach einer Stunde ist der erste Tankstopp. Gegen 21 Uhr erneuter Stopp, die Klimaamlage arbeitet nicht so wie sie soll. Etwas wird herumgeschraubt, sie tut es .... und wie! Im Bus wird's ordentlich kalt. Erneuter Stopp um 22 Uhr. Einer klettert "James-Bond-Mässig" über die Notaustiegsklappe auf's Dach. Keiner weiß warum, aber nach 5 min geht es weiter. Alles verläuft jetzt ruhig. Das Licht ist aus, kein Radio, TV oder Karaoke-Gedönse läuft. Schlafen kann man so lala. Die Strassen sind so "Gotts-erbärmlich", das man glauben könnte, sich auf der Teststrecke von BMW zu befinden - nur eben 12 Stunden!

Um 7 Uhr kommen wir im "Sinh Tourist Office" in Na Trang an. Dort muss ich für den Anschlussbus um 7:45 Uhr nach Mui Ne einchecken. Wieder gleiches Spiel, man bekommt einen "boarding pass" mit Sitznummer + Wasserflasche + Erfrischungstücher. Los geht es um 8 Uhr. Stopps gibt es dieses Mal keine. Das letzte Stück nach Mui Ne zieht sich elendig ;-). Mit 30 min Verspätung kommen wir wieder vor dem "Sinh Tourist Office" um 13:15 Uhr an. Mit einem "motobike" lasse ich mich für 15.000 VND die 2 km zum "Xio Chau Hotel fahren. Ich nehme mir das Zimmer für 30 US$ direkt am Pool.

 

 

11Dezember
2013

11.12.2013 - Mui Ne: Tag 1

Die Dame an der Rezeption wirkt etwas kühl und reserviert - wenig Herzlichkeit im Vergleich zu Hoi An und Hue. Es gibt auch keinen Fön im Bad - das hatte ich bis jetzt immer ;-). Sie gehören auch zu der Sorte von Hotels, die die Pässe einkassieren - wieso auch immer. Nach dem Einchecken gönne ich mir erst mal ein paar Bahnen im Mini-Pool. Auf 20 m bin ich sicherlich gekommen ;-).

Etwas Sonnenbaden, entspannen und danach ein paar Mini-Frühlingsrollen - dieses Mal frittiert! Ich muss ja erst mal schaun, ob alles drin bleibt;-). Alles bleibt da, wo es hingehört - mittlerweile haben wir 15 Uhr und das war meine erste Mahlzeit für heute.

Mui Ne enttäuscht mich ein wenig. Die Durchgangsstrasse ist nicht der Brüller und zum Strand kommt man auch nur über vereinzelte Stichwege, vorbei an "Restaurant". Auch der Strand beeindruckt mich nicht, sehr schmal und in nördliche Richtung fehlt er durch Erosion z.T. komplett. Die Unmenge an Kite-surfern macht den Strand auch nicht attraktiver. Überall liegen Kites und Schnürre herum. Schwimmen ist auch nicht so einfach, da man ständig in Angst lebt, von einem Kite-surfer überfahren zu werden oder von den Schnürren erdrosselt zu werden.

Zum Sonnenuntergang genehmige ich mir ein "Bia Saigon" im "Long Tam" direkt am Strand und schräg gegenüber vom "Xin Chau Hotel" - jedoch ist die Brandung ganz schön nervig laut ;-). Die Bedienung wirkt auch nicht sonderlich motiviert.

So, genug genörkelt, zurück ins Hotel, ein paar Bahnen schwimmen, duschen.

Das Abendessen gibt es an einem der vielen "seafood shacks" , die am Abend ihre Grills zwischen Strasse und Strand aufstellen. Die gegrillten Schrimps sind fatastisch, das "fried rice vegie" ist mittlerer Durchschnitt. Auch hier wirkt die Bedienung etwas lustlos - vielleicht liegt es an mir? Wer weiß ;-).

Infolge meines Schlafdefizites geht es heute früh zu Bett.

12Dezember
2013

12.12.2013 - Mui Ne: Tag 2

Super geschlafen kein Wunder, nach der letzten Nacht im Bus. Zum Frühstück bekomme ich den bis dato leckersten Kaffee in Vietnam. Dazu gibt es Spiegelei mit einem "Luftbaguette", Saft und Früchten. Mir reicht's und ist auch noch lecker!

Am Morgen erkunde ich noch die Durchgangsstraße - nichts besonderes, aber das übelste ist, dass man nur sehr vereinzelt an den Strand kommt. Fast überall sind Resort, die sich die Premiumlage gesichert haben. Am Strand gibt es fast keine Möglichkeiten, sich im Schatten hinzulegen. Jedes Hotel/Resort stellt seinen Gästen Sonnenschirme zur Verfügung. Alle, die auf der Strand-abgewandten Seite wohnen (ungerade Hausnummern) haben Pech :-(. Darauf sollte man das nächste Mal achten!
Nach einer Stunde habe ich die Nase voll und gehe zurück in Richtung Hotel. Auf der Durchgangsstrasse buche ich noch eine Jeep-Nachmittagstour für 7 US$. Es soll  zum Fairy Stream, den weißen Dünen, dem eigentlichen Fischerdorf Mui Ne gehen (der Ort in dem ich wohne, ist eigentlich der Nachbarort - aber, das nehmen die hier nicht so genau ;-)) und zu guter letzt zu den rote Dünen zum Sonnenuntergang.

Die Fahrt geht erst um 13:30 Uhr los, so dass ich noch ein Bad im Pool" nehmen kann.  Als lunch gibt es noch ein paar "Springrolls", die im Xin Chao besoners lecker schmecken.

Im Jepp sitzen der Fahrer + 6 Gäste (5 Frauen und ich). Die Damen sind aus Brasilien und den USA und alle sind schon 'ne Weile in Asien unterwegs - Gesprächsstoff gibt es also genug. Die Tour übetrieft alle meine Erwartungen; es ist einfach sensationell. Das sandige Flussbett des Fairy Stream durchwatet man barfuß und kann dabei canyon-ähnlichen Gesteinsformationen bewundern (ähnelt etwas dem Bryce Canyon in den USA, nur viiiiel kleiner).

In den White Dunes kommt man sich vor, wie in der Sahara - zumindest stelle ich mir das so vor. Besonders ruhig geht es hier aber nicht mehr zu. Man kann lärmige Quads mieten - und was soll ich sagen, die 2 US-damen haben sich natürlich eines geholt. Ausserdem werden die etwas weniger sportlichen mit dem Jeep möglichst hochgefahren. Trotz alle dem super tolle Sache hier - und sehr windig! Der Sand und der Wind schmirgeln einem fast die Haut vom Leib ;-).

Als 3. Stopp wurde der Jepp unplanmässig von der Polizei angehalten. Irgend etwas wurde kontrolliert, Geldschein wechselten möglichst verdeckt den Besitzer und weiter konnte es gehen.

Nächster planmässiger Stopp war das Fischerdorf Mui Ne. Die Aussicht auf den "Hafen" und die weitgeschwugene Bucht ist klasse.

Zum Schluss geht es noch zu den Red Dunes, den anbrechenden Sonnenuntergang zu betrachten. Am Parkplatz lungern viele Kinder herum, die für ein paar Groschen Matten vermieten, um die Sanddüne herunter zu düsen. Einer wollte  deutsches Geld, nachdem er meine Nationalität erfragt hatte. Ich habe schon lange keinen mehr so freudestrahlend angesehen, nachdem ich ihm 5 €cent in die Hand gedrückt habe :-). Der Sand der Dünen ist hier ziemlich rot eingefärbt, was das Licht der untergehenden Sonne noch röter erscheinen lässt. Toller spot für Sonnenuntergänge. Aber auch hier pfeift der Wind ordentlich - beim Sitzen im Sand wird man schnell mit  dem selben "zugedeckt". Auch im Mundraum knirscht es schon ordentlich ;-).

Gegen 17:30 Uhr sind wir wieder am Startpunkt. Ich gönne mir erst einmal ein "sunset-Bier" im "Long Tam", um den Sand runter zu spülen. Die Bedienung ist immer noch so lustlos wie gestern. Im Hotel springe ich erst mal in den Pool, um den restlichen Sand los zu werden und schwimme meine 10 Bahnen.

Zum Abendessen gibt es heute "vietnamesisches chicken curry". Die indischen schmecken besser ;-). Dazu gibt es "Moder Talking" Verschnitte als Hintergrund-Berieselung - hab ich leider zu spät bemerkt ;-).

 

 

 

13Dezember
2013

13.12.2013 - Per Bus von Mui Ne nach Saigon

Vor dem Frühstück bin ich nochmals schnell Millionär geworden ;-). Aber auch der Reiz verfliegt. Das Frühsrück war wie gestern lecker. Nach dem auschecken ist der Bus super pünktlich. Diesmal ist es ein normaler Reisebus, gut bequem und nach längerer Fahrt stellt sich auch heraus, das die Federung ganz gut ist ;-). An der Strandstrasse wurden die einzelnen Gäste direkt vor ihrem Hotel abgeholt (so wie ich), bis der Bus voll ist. Die Fahrt verlief so etwas von unspektakulär, das ich fast einschlief. Es gab ein Stopp und das war es dann schon. Gegen 13:45 Uhr sind wir in der Pham Ngu Lao Steet, da wo fast alle backpacker hin wollen. Mein Wunschhotel, das "Than Tha" ist leider schon voll. Die Dame zeigt mir aber sofort das gegenüber liegende Hotel Y Nhi. Echt nicht prickelnd der Laden, aber ich checke erst mal ein für 12 US$. Ich mache mich aber erst mal auf die Suche nach etwas Besserem. Hotels gibt es hier wie Sand am Meer. Ich schaue mir ein paar an - die meisten bieten mir Zimmer ohne direktes Fenster nach aussen. Muss nicht sein! Ich entscheide mich für das Bee Saigon Hotel.

Hört sich hochtrabend an, ist aber nur leicht besser, als das andere Hotel. Schnell zurück meinem Rucksack holen und einchecken für 15 US$ (ohne Frühstück jedoch, das andere bot dies aber auch nicht). Das Zimmer im 2. Stock ist ok, hat sogar 'nen kleinen Balkon mit Aussicht auf die Nebenstrasse! SUPER! Ausserdem gibt es wieder ein Fön + Handtücher. So, muss jetzt nach der langweilige Fahrt und dem Gewusel in Saigon erst mal auf meinem Balkon 'zu mir kommen' ;-).

 

13Dezember
2013

13.12.2013 - Saigon: Tag 1

Gleich um die Ecke gönne ich mir ein paar fritierte Frühlingsrollen und ein Saigon green Beer! Lecker, lecker - das Bier wird in mit einem gefrosteten Glas geliefert - kann nicht schaden bei der Hitze.

So langsam komme ich rein in Stadt. Ich versuche mal dss Viertel zu erkunden. Mit der Orientierung hakt es aber noch ein wenig. Es gibt einfach zu viele gleichlautende Strassen, als das ich sie mir merken kann ;-). Ausserdem gibt es hier so viele kleine Gassen ohne Namen, die von den normalen Strassen abgehen, das man schnell den Überblick verliert. Auch ich wohne in einer solchen - hoffentlich finde ich die wieder!

Am Ende des Parks 23/9 (seltsamer Name) treiben die Vietnamesen mitten im Strassenlärm und den Abgasen 'Taiji'. Für die Zuschauer ganz lustig - bis auf die Abgase ;-).

Gleichzeitig übt noch ein DJ auf einer Bühne lautstark seine Techno-Tracks. Den 'Taiji-lern' scheint es nicht zu stören. Morgen und übermorgen soll woll ein Fest hier stattfinden, mit freiem Essen und Feuerwerk! Bin mal gespannt.

So, jetzt erst mal duschen in meiner Spelunke - es ist ziemlich heiß hier und ein paar Regentropfen habe ich auch gespürt. Auf dem heißen Boden kamen die aber nicht an ;-).

Danach geht es noch 'ne Kleinigkeit essen in einer der Nebenstrassen ohne Namen. Ich habe leider den Namen des Gerichtes vergessen, es war aber gebratenes Rindfleisch mit rohem Gemüse, eingewickelt in gaaaanz dünnem Reisteig mit einer leicht scharfen Soße. Was soll ich sagen, es war SENSATIONELL! Aber wieder rohes Gemüse, arggg. Wird schon klappen ;-). Ein Saigon green darf nicht fehlen.

Ach ja, hab mir noch für schlappe 7 US$ 'ne Sight-seeing-Tour für morgen gebucht. Die geht schon um 8 Uhr los, also ab in die Falle.

14Dezember
2013

14.12.2013 - Saigon: Tag 2

So ... 7 Uhr aufstehen, die "Butterfahrt" geht früh los. Die Nacht war sehr ruhig, hab' so gut wie nichts gehört, trotzdem schlecht geschlafen :-(. An der Straße genehmige ich mir zum Frühstück einen Tee, eine Obstplatte und einen Bananenpfannkuchen mit Sirup (stellt sich jedoch als Schokosauce heraus) - schmeckt gut, macht etwas satt. Danach geht es zum "Tourist Office" um die Ecke, wo ich die Tagestour gebucht hatte. Gegen 8:15 Uhr werde ich vom Guide abgeholt und bringt mich wiederum um die Ecke zum eigentlichen Bus. Nachdem alle Gäste von den Hutels direkt abgeholt wurden, stellt sich unser Guide vor - er nennt sich Jackie, wie Jackie Chan, sein Idol ;-). Das kann ja lustig werden. Im Minibus sitzt ein Franzose, ein kambodschanisches Pärchen auf Wochenendtour, eine Chinesin, die aber in Australien lebt, und 3 Deutsche (inkl. mir). Zuerst geht es ins War Remnants Museum (15.000 VND). Dort werden die Greueltaten des letzten Krieges zwischen dem Vietcong und den USA dokumentiert - nichts für zarte Gemüter! Besonders einprägend sind die Giftgas-Angriffeder Amis und seine Folgen auf Umwelt und Menschen. Ganz zu Schweigen vom nachgestellten Foltergefägnis.

Danach gibt es aufheiterndes im Coffee Shop. Ahhh, also doch Kaffeefahrt! Berühmt berüchtigt scheint der Waisel Café zu sein! Ein Wiesel friest die Kaffeebohnen und scheitet sie dann wieder aus - und das soll schmecken! Das können wir aber schnell abhaken und es geht weiter zum ältesten chinesischen Tempel Thien Hau.

Aber Tempel habe ich mittlerweile so viele gesehen, dass alle irgendwie gleich ausschauen ;-). Trotzdem ganz nett. Nächster Stopp ist der Binh Tay Market. Dort gibt es alles mögliche zu kaufen, jedoch immer in größeren Mengen, wies uns Jackie darauf hin! Es ist heute sehr schwül, ich schwitze mir 'nen Wolf auf diesem hektischen Markt ab! Danach ist erst mal Mittagspause im "Backpacker" Viertel. Ich gönne mir ein paar "fried springrolls", die aber lausig schmecken - schnell vergessen! Ich nutze nochmals am ATM Millionär zu werden und bezahle schon mal mein Zimmer.

Um 13 Uhr geht es weiter. Das deutsche Pärchen ist nicht mehr dabei, dafür eine Neuseeländerin, die in Saigon für 6 Monate als Englischlehrerin arbeitet.  Das erste Ziel am Nachmittag ist der Reunification Palace. Das französische Vorgängermodell aus der Kolonialzeit (was echt nett ausgeschaut hat), wurde von den Vietnamesen erfolgreich zusammengebombt. Jetzt steht ein aus der DDR-anmutender Betonklotz - schön ist anders. Trotzdem ist fast das ganze Innenleben zu besichtigen und zwar so, wie er in den 70er Jahren verlassen wurde - wann sieht man schon so etwas.

Unsere Butterfahrt neigt sich dem Höhepunkt entgegen. Es geht zu einer "Lackierei", die Intarsien aus Eierschalen und Muscheln in Holz verarbeitet. Sieht alles nett aus, die Preise im 'show room' sind aber ordentlich!

Zum Abschluss geht es noch zur Notre Dame Cathedral und Post Office, die beide an einer belebten Kreuzung stehen. Beide Gebäude stammen noch aus der Kolonialzeit und sind sehr gut erhalten.

Gegen 16:00 Uhr ist der Pham Ngu Lao Street Schluss mit der Fahrt. Sie war ganz nett, auch mit der internationalen Truppe, aber zu Fuß hätte man das auch an einem Tag locker geschafft.

So, jetzt erst mal ein "Feierabend"-Bier und frische Frühlingsrollen dazu - wie gewohnt lecker!

Gegen Abend geht es in den Park 23/9 - es fängt an zu tröpfeln und kurz danach plätschert es für 5 min ganz ordentlich. Im Park findet ein Fest statt - "französische Wochen" würde ich das mal nennen. Es wurden extra Buden mit allerlei französischer Leckereien aufgestellt - muss ich jetzt nicht haben, gibt's ja ab nächster Woche wieder!

Gleichzeitig treten auch noch mir unbekannte Pop-Größen aus Vietnam auf. Ist irgendwie ein Verschnitt von "Moder Talking" und billig-Techno. Am Anfang trat sogar ein DJ mit cooler Techno-Mucke auf - bei uns hört man sowas ja erst jenseits von 22 Uhr! Auf den Straßen um den Park herrscht Chaos, z. T. geht da gar nichts mehr. Die Fahrbahn zu überqueren traue ich mich nur noch im Beisein eines Einheimischen! Aber auch die fangen an zu straucheln ;-).

Ich mache mich noch auf den Weg, ein Saigon green zu verköstigen, dazu gibt es noch sweet fried potatoes. Im Prinzip Fritten, jedoch leicht süsslich schmeckend. Passt super zum Bier!

So, Schluss für heute.

15Dezember
2013

15.12.2013 - Saigon: Tag 3

Heute mal ganz ordentlich geschlafen. Frühstück gibt es heute mal ein paar Türen weiter. Spiegelei, Speck, Schinken, "Luftbaguette" und Tee. Alles ist ganz ordentlich für 70.000 VND.

Bevor sight-seeing ansteht, hole ich mir noch ein Taxi-Ticket für 150.000 VND am Tourist Office - die vietnamesische Wirtschaft muss ja ordentlich angekurbelt werden und ich vermeide evtl Ärger mit dem Taxi bei Ankunft am Airport.

Heute steht ein Rundgang durch Saigon an, so wie es der "lonely planet" beschreibt. Über kleine Strassen mit kleinen Märkten geht es am Bitexco Tower (262 m hoch, kann man kaum übersehen) vorbei, bis zum Saigon River.

Der Tower sieht beeindruckend aus, vor allem, wenn man direkt vor ihm steht und hinauf sieht. Über die Uferstrasse geht es vorbeu am Majestic Hotel bis zur Statue of Tran Hung Dao (irgend einem mongolischen Krieger, der was besonderes getan hat - weiss aber nicht was). Weiter geht es zur Oper und zum berühmten Hotel Continental, was als Bleibe für die Presse während des französischen Krieges diente.

Beide Gebäude sind noch so zu bewundern, wie sie die kolonialen Herren damals errichten liesen. Den Weg zum Postoffice usw spare ich mir, da ich das schon gestern gesehen habe. Zurück geht es über die die Le Loi Street zur Pham Ngu Lao Street. Es ist Zeit zum Auschecken. Mein Gepãck bringe in ich im Tourist Office unter, wo ich auch mein Taxi-Ticket gekauft habe.

So, alles erledigt, shoppen im Benh Tanh Market steht an. Mir geht noch das Geld au, aber ATMs gibt es genug hier. Gegen Mittag gönne ich mir 'ne Coke an einem Strassenstand und komme mit einem deutsch sprechenden Vietnamesen ins Gespräch, der gerade sein Mittagessen verspeist.

Gegen Nachmittag setze ich mich erst mal in den 23/9 Park, um weitere zu planen. Ich bleibe nicht lange allein, da kommen ein paar vietnamesische Studenten auf mich zu und wollen ihr englisch aufbessern! Wieder mal eine nette Abwechslung für mich auch meine englisch etwas zu verbessern ;-)! Nach einem kurzen Schauer muss ich mich nach einer Stunde von den Jungs los eisen - ich brauche noch ein Abschlussessen und -bierchen, bevor es um 16 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen geht.

Es gibt leckeren "Fried Rice Chicken" mit einem "Saigon green" oder waren es zwei? Alles schmeckte wie gewohnt lecker, lecker, lecker. Ich werde es vermissen!

16Dezember
2013

15./16.12.2013 - Rückreise nach Deutschland

Mein Saigon Airport Taxi wartet schon. Schnell noch mein Gepäck im "Tourist Office" holen und los geht es. Nach ca. 20 min sind wir da, das Taxameter zeigt 148.500 VND an Entweder geht das Ding nach den Sternen oder das "Tourist Office", bei denen ich 150.000 VND bezahlt habe, hat tatsächlich nur 1.500 VND (50 €cent) an der Fahrt "verdient".

Sei's drum, rein in Terminal 2, da ist es schön klimatisiert :-). Erst mal frisch machen und passende Kleidung für Deutschland heraus kramen.

Um 17:30 Uhr macht der check-in auf, geht ratz-fatz. Kurz "ausreisen", Sicherheitskontrolle und schon geht es in Richtung Gate 16. Auf dem Weg dahin habe ich doch glatt meine beiden "boarding cards" verloren. Die steckten wohl ziemlich lose in meiner Hosentasche. Ein netter Asiate hat das wohl bemerkt und kam mir mit den beiden Pässen nachgelaufen! Schwein gehabt. Möchte nicht wissen, was gewesen wäre, wenn ich am Gate ohne boarding card gestanden wäre! Aber ist ja nochmals gutgegangen ;-).

Der Flieger hebt pünktlich ab. Ruhiger Flug, leckeren Snack an Bord. Nach etwas mehr als einer Stunde habe ich ersten Kontakt mit Thailand. Bis wir aus dem Flieger dürfen, dauert es noch, da der Bus nicht kommt - hoffentlich streiken die nichr ;-). Dann endlich gegt es los. Bis ich am "Arrival Gate" bin dauert es noch. Der Bus verwechselt das wohl mit einer 'sight-seeing tour' - gefühlt fahren wir 'ne kleine Ewigkeit über das Rollfeld. So, mach hinne, mein Anschlussflug geht in einer Stunde.

An welchem Gate wir ankommen, kann ich nirgends sehen. Am Info-Stand erfahre ich, dass ich zum Gate E8 muss - sollen nur 240 sein! Die Sichetheitskontrolle verläuft im Eiltempo - keine Inder vor mir ;-). Um 23 Uhr bin ich auch schon am Gate! Abflug ist kurz vor 24 Uhr - läuft ja wie am Schnürchen. An Board gibt es wieder ein super leckeres Essen. Ansonsten verläuft auch dieser Flug ruhig. Ich habe die komplette 3er Sitzreihe für mich, so dass ich meine Getränke und Speisen gut auf die anderen Sitztische verteilen kann. Zum Schlafen ist das natürlich genial - ich kann mich über 3 Sitze ausbreiten - sensationell!

Mit ca. 50 min Verspätung, wegen Gegenwind, landet der A380 ganz entspannt um 6:20 Uhr in Frankfurt - bin wieder da!